Kellerflämmen

Wie geplant trafen wir uns nach der Arbeit um 17:00 Uhr auf der Baustelle. Gerald verspätete sich wie gewohnt um eine Stunde. Wir konnten aber in der Zwischenzeit noch ein paar Vorbereitungsarbeiten durchführen und die Biertemperatur überprüfen.

Um 18:00 legten wir dann voller Elan los. Der Voranstrich hat sich gut ausgelüftet. Trocken, nicht pickig und fast kein Geruch.

Man merkte gleich, dass Gerald Erfahrung im Flämmen hat. Er startete sehr professionell und produktiv. Nach 1 1/2 Stunden war der erste Raum fast fertig (quadratischer Weinkeller). Und es ging sehr flott weiter. Lediglich der Bierkonsum konnte nicht mit der Planung im Vorfeld mithalten. Nachdem ja alle noch mit dem Auto nach Hause fahren würden, hielt sich der Bierbedarf in Grenzen. Das Ziel von 1 Kiste wird nicht erreicht werden. Aber die Arbeit ging gut voran.

Obwohl alle Kellerfenster offen waren, war es sehr warm im “Flämmraum”. Wir brachten keinen wirklichen Durchzug zusammen. Gerald war der Flämmmeister, Robert der Profizuschneider und ich das Mädchen für Alles.

Nachdem der zweite Raum fertig war, begann ich den Lagerraum auszuräumen um diesen auch noch mit einer Grundierung für das Flämmen vorzubereiten. Hier zeigte sich bald, dass die Dämpfe des Voranstriches nicht ganz ohne sind. Es lag brennbarer Duft im Keller. Wir begannen zu zweifeln, ob dieser Raum noch entsprechend ausdampfen und auslüften würde.

Gut dass der Anstrich nur für den Außenbereich ist und ein rotes Warnschild (leicht brennbar) auf dem Kübel angebracht ist.

Der große Fitnessraum ging anfangs rasch, aber auch hier zeigte sich, dass das Abdichten der Ecken und der Hochzug am meisten aufhält. Auch dann, wenn der Raum eigentlich quadratisch ist. Am deutlichsten merkten wir es beim Vorraum mit den 5 Türen und Laibungen.

Gegen 01:45 Uhr wagten wir uns dann doch noch an den Lagerraum. Der Anstrich zeigte zwar noch Anstalten der Selbstentzündung, aber nach vorsichtigem Trockenflämmen durch den Bauherren, traute sich auch schließlich der Flämmmeister in den Raum und begann seine finale Arbeit. Trotzdem waren die dabei entstehenden Dämpfe in den Augen und Schleimhäuten bei allen deutlich spürbar. Es macht hier entschieden weniger Spaß und das gegen 03:oo Uhr. Unsere Motivation begann zu schwinden. Abschließend war noch das lästige Winkelwerk um den Kamin und um 03:30 Uhr war bei einem Schlußbier schließlich Arbeitsende.

Müde, K.O., zufrieden und dankbar meinen beiden Helfern/Professionisten, Robert und Gerald, verließ ich die Baustelle.

H E R Z L I C H E N             D A N K !!!

2 comments on this post.
  1. Uschi von DeinDepot Wien:

    Lieber Himmel, ds sieht echt gefährlich aus…
    Frage: Warum macht man das eigentlich? Meine Recherchen waren nicht wirklich erhellend.
    Und ganz wichtig: Kinder, macht das nicht nach! Dafür braucht man Erfahrung, so wie die Herren oben!
    Grüß, Uschi

  2. admin:

    Das “Abflämmen” des Betonkellerbodens oder einer Betonfundamentplatte dient der Feuchtigkeitsabdichtung. Dadurch soll verhindert werden, dass später einmal von unten Feuchtigkeit durch den Beton in den Fußbodenunterbau (Estrich) gelangt und dort schwerwiegende Folgeschäden verursachen kann. Speziell bei Fußbodenheizungen kann das zu gravierenden Bauschäden führen.
    Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich um einen sogenannten “Dichtbeton” handelt, da auch dieser nicht unter allen Bedingungen dicht ist.

Leave a comment

You must be