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Leider ist der Baggerfahrer am Vortag nicht fertig geworden. Nachdem auch ich wieder einmal meiner hauptberuflichen Tätigkeit nachgehen muss, war mein Vati, wie gewohnt felexibel und rasch verfügbar. Er übernahm die Hilfestellung und Kontrolle der letzten Arbeiten.

Dabei wurde heute das Sickerbett für den Überlauf der Zisterne gegraben (4 Meter in die Tiefe, bis zum anstehenden Schotterboden). Weiters wurde dieser letzte SO-Bereich noch feinplaniert und abschließend noch der Carportbereich und die Parkierungsfläche mit einer feiner 0/30 Schicht befahrbar gemacht.

Lediglich der Bereich zwischen den Schächten und an der östl. Hausmauer muss offen gelassen bleiben, um die dort noch auftretenden gröberen Setzungen kontrolliert auffüllen zu können und einen Schaden im Bereich der Regenwasserableitung zu vermeiden.

Am Nachmittag erfolgte schließlich eine Begutachtung der Baustelle von Bauherrin, Bauherr und Baufloh. Dabei drehte Kathrin ihre ersten Runden mit dem Dreirad im “Garten”.

(Fotos werden zu einem späteren Zeitpunkt folgen).

Feinplanie

Endlich, heute kann ich mir wieder einmal die Zeit nehm, um unser Bautagebuch zu aktualisieren. Ich hoffe unsere Leser können die schlechte Aktualisierung der letzten Tage entschuldigen, aber es war sehr stressig. So werde ich die Berichte bis zum 8.8.2010 heute Abend nachholen.

Auf Grund eines Notfalles (Hangrutschung), konnte der Baggerfahrer heute erst verspätet starten – 11:00 Uhr. So konnten mein Vati und ich noch in Ruhe ein paar Rohrleitungen zusammenstecken, bzw. diverse Komplettierungsarbeiten an den Schächten vornehmen. Das war gut so, denn ich spürte die Strapazen vom Vortag an meinem ganzen Körper. Später kam auch noch Birgit zur Unterstützung dazu. Heute war es nicht mehr stressig, denn die Installateure waren nicht mehr da, die meiste Arbeit war getan und der Bagger war mit dem Setzten der letzten Wasserbausteine und der Feinplanie beschäftigt, sodass wir in Ruhe die letzten Rohre zusammenstecken konnten.

Bei den Kontrollmessungen der Feinplanie musste ich erneut erstaunt und gleichzeitig bewundernd feststellen, dass der Baggerfahrer beinahe exakt das Gelände abzog und noch dazu mit der passenden 3-5 % Neigung. Wahnsinn. Mein Kompliment. Diesen Fahrer kann uneingeschränkt weiterempfehlen. Er hat nicht nur ein riesen Gefühl, sonder arbeitet perfekt mit einem super Tempo und einer perfekten Organisation im Hintergrund, damit fast immer alles zur richtigen Zeit da ist und er selbst keine unnötige Stehzeit und Leerfahrten hat.

Daneben wurde auch der Carportbereich und der Vorplatz ausgehoben und geschottert. Hier hatte ziemlich viel Schotter Platz. Es kamen viele LKW-Fuhren zusammen.

Bezüglich Erde musste der Baggerfahrer sogar feststellen, dass er die paar Schaufeln Erde, die er bereits zum Nachbarn geworfen hat, morgen wieder zurückholen wird, da es sich von der Menge her perfekt ausgeht. Schließlich möchte ich ein kleines Häuferl zur Reserve haben, denn es wird sicher kleinere Setzungen geben, welche ausgeglichen werden müssen. Das kann auch ein 25 Tonnenbagger mit seiner Masse nicht gänzlich verhindern. Schließlich kommt er nicht überall hin. Das ist auch der Grund, warum wir an der Ostseite, bei der Hauswand/Schächte einen Bereich freilassen müssen, um diese Setzungen kontrolliert auffüllen zu können, ohne dass es uns die Regenwasserableitungen nach unten zieht.

Die fehlende Zeit vom Vormittag bedingt leider auch einen zusätzlichen Tag. So müssen die letzen feinen Arbeiten auf der Südseite und zwischen den Schächten, sowie die Feinschicht beim Carport morgen aufgebracht und fertiggestellt werden.

Hier übernimmt mein Vati die Aufsicht, da auch ich wieder einmal im Büro zur Gesichtspflege erscheinen muss. An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön für 5 Tage Unterstützung!

Somit kann ich Resümee ziehen: Es ist alles super und perfekt gelaufen. So reibungslos hätte ich es mir nicht vorzustellen gewagt.

Ein riesen großes DANKESCHÖN an alle Helfer und Mitwirkenden an dieser ereignisreichen Woche. Es ist viel passiert und für uns ist wieder ein kleiner Meilenstein geschafft. Gerade das optische Ergebnis der Außenanlage eröffnet uns neue bewegende und zufriedene Blickwinkel. Die Mühen lohnen sich. Das gibt Kraft für die nächsten Brocken (Fenster und Innenputz).

Schächte

Heute starten wir gleich mit den Schächten. Das ist gut, denn so kann ich noch die schwere Hilti der Installateure für das Einbohren der Schachtöffnungen ausleihen. Schließlich gilt es 11 Durchbrüche in drei Schächte zu bohren.

Die Löcher sind bald ausgehoben, sodass Birgit und ich die exakte Schachttiefe auf den Zentimeter genau bestimmen können. Bei der Zisterne gilt es peniblere Vorbereitungen zu treffen. Hier muss der Boden sauber in der Waage sein, eine 8-10 cm  Kiesschicht muss aufgebracht werden, welche in der Mitte ca. 2-4 Zentimeter tiefer ist. Anschließend wurde Ring für Ring vom Bagger zentimetergenau mit einem super Gefühl des Fahrers übereinander gesetzt und mit einem Spezialfasermörtel verklebt.

Nachdem alle drei Schächte gesetzt waren, ging es an das Einbohren der Löcher. Eine Wahnsinnsarbeit mit dieser mörderschweren und wuchtigen Hilti. Dabei wäre ich fast K.O. geschlagen worden. Eigentlich bin ich nur nachgestiegen und als ich die Hilti angriff, habe ich sie irrtümlich eingeschalten. Diese war aber verkantet, drehte sich mit voller Wucht durch, traf mich an der Schläfe und warf mich von der Stehleiter Richtung Loch. Zum Glück verkeilte ich mich mit der Leiter zwischen Schacht und Erde und war nicht ganz K.O. Dafür hatte ich den Rest des Tages Kopfweh, eine riesen Beule und mir war schlecht. Aber für diese Kleinigkeiten war keine Zeit, schließlich gab es ja 11 Löcher zu bohren. Extrem kräfteraubend und nebenbei gefährlich. Am Ende des Tages war alles geschafft, ich hatte noch ein, zwei Blessuren mehr, mein Vati einen verstauchte Hand und ich absolut keine Kraft mehr. Ausgepowert und einfach nur fertig.

Hoffentlich überstehe ich den morgigen Tag.

Der Baggerfahrer setzte inzwischen fast die ganze Steinmauer und machte nebenbei noch sonstige Schotter- und Planiearbeiten. Dabei warf er bereits ein wenig Erde zum Nachbarn, da es sich mit unserer Erde gut ausgehen wird. Fast auf den m³ perfekt berechnet.

Die Installateure wurde wie versprochen fertig und leihten mir ihre Maschine noch bis morgen. Schnelle Truppe. Mein Kompliment.

Die ganze Nacht über hat es geregnet! Meine Befürchtungen wurden wahr. Die Kollektorleitungen waren teilweise freigelegt und überall stand das Wasser. Eine reine Schlammschlacht. Zu allem Überdruß war natürlich auch die Drainage wieder einmal zugeschlammt worden. Zum Verrückt werden.

Wir starteten zur üblichen Zeit mit gleicher Besetzung (Vati, Birgit und ich). Der Baggerfahrer machte sich gleich ans Zuschütten der Kollektoren. Bald machten sich erste Bedenken breit und es arteten fast in Panik aus, als der Baggerfahrer  meinte, dass wir nicht genügend Erde haben würden. Die hälfte des Hügles schien schon weggebaggert zu sein und der große südliche Bereich mit Auffüllhöhen bis zu 1,2 Meter fehlte da noch. Das wäre dann wirklich zum Ärgern. Vor vier Monaten ließen wir viele Fuhren Erde wegführen und jetzt würde sie uns fehlen!? Vielleicht müßten wir sie auch noch teuer kaufen? Ein Horrergedanke. Ich versuchte, mich von diesen Gedanken abzulenken und hoffte auf den Satz des Baggerfahrers “Es ist unheimlich schwer zu schätzen, da vertut man sich leicht”.

Um 10:00 bekamen wir Unterstützung von Ingo, denn eigentlich ist für heute auch das Setzen der Schächte vorgesehen, was wieder zusätzlichen Stress und Arbeitseinsatz erfordern würde. Ingo brachte Charlotte mit, die sich für diese Woche bereit erklärt hat, auf Kathrin zu schauen. Wenn beide Eltern abwesend sind, braucht man eine verlässliche Person für den kleinen Wirbelwind. Außerdem hat Kathrin schon hart auf Charlotte gewartet: ” Ich will, dass die bei uns schlaft!”

So wurde vor sich hingebaggert, dazwischen wieder einmal eine Fuhre Schotter geliefert und verbaggert, die erste Wasserbausteinlieferung kam, Regenwasserleitungen verlegt und schließlich begann der Bagger auch noch die Stützmauer zu legen. Dafür kam er nicht zum Setzen der Schächte, was er auf Morgen verschob. Außerdem ließ uns die Schotterlieferantin am Nachmittag im Stich. Wie sich am darauffolgenden Tag herausstellte, nicht ohne Grund. Ihr fiel am Nachmittag die Bordwand auf den Kopf. Sie musste genäht werden, war aber am nächsten Tag wieder im Einsatz.

Die Installateure konnten heute das EG fertig stellen und stellten in Aussicht, dass sie morgen fertig werden würden.

Abschließend widmete ich mich zusammen mit Ingo noch der Drainage, in der Hoffnung, es würde wirklich das letzte mal sein. Schließlich sind morgen die Schächte dran.

Ach ja, und hinsichtlich der Erdmenge gab es bereits leichte Entwarnung. Es müßte sich knapp, aber doch, ausgehen. Schauen wir einmal, wie es weiter läuft, wenn es an die Feinplanie geht. Noch liegt jedenfalls ein Berg Erde da, inklusive Humusberg.

HKLS – Erdwärme

In den letzten Tagen waren meine Nerven schon etwas angespannt, denn in dieser Woche würde viel passieren und hoffentlich ist alles perfekt organisiert und vorbereitet, sodass alles einwandfrei und möglichst rasch über die Bühne geht. Denn Zeit ist ja bekanntlich Geld. So soll diese Woche im Haus die gesamte Rohinstallation erfolgen (Wasser, Heizung und Abfluss), der Erdwärmekollektor verlegt, 4 Schächte gesetzt  (Zisterne, Erdwärme-, Drainage- und Überlaufschacht)  und die Regenwasserableitungen verlegt werden, der Unterbau von Terrasse, Carport und Parkierungsfläche, Steinschlichtung auf der SW-Seite und abschließend die Feinplanie fertig gestellt werden.

Der Bagger startete um 07:00 Uhr und begann mit dem Ausheben der Kollektorfläche. Zum Glück erlaubte uns unsere Grundstücksverkäuferin, dass wir die Erde am angrenzenden Acker zwischenlagern können. So war es möglich, den ganzen Bereich der Kollektorfläche auszuheben. Die Umorganisation der Schachtlieferung hat ebenfalls funktioniert. Um 13:00 Uhr kamen sie. So konnte noch rechtzeitig der Sammelschacht für die Erdkollektoren gesetzt werden. Da das eigentliche Verlegen der Leitungen einige Stunden in Anspruch nimmt, war für den Baggerfahrer an diesem Tag früher Schluss, denn er stand auf der falschen Seite des Hauses auf der Spitzte des Erdhaufens und konnte nicht zurück auf die Ostseite. War aber so geplant.

Anfänglich hatten wir bereits Sorgen, ob wir genug Fläche für die Erdwärme zusammenbringen würden, denn gegenüber dem ursprünglichen Plan haben wir die Terrasse auf beiden Seiten um 1,5 Meter größer gemacht, eine Steinschlichtung kam dazu, was einen zusätzlichen Platzabzug von 30 x 1,5 Meter ergab und die Fläche für eine Weinlaube wollten wir auch noch aussparen.

Die Installateure starteten um 09:00 Uhr. Zwei unheimlich flotte Installateure mit einem flinken Lehrling im Schlepptau, der die unguten Arbeiten, wie Stemmen von Deckendurchbrüchen aufgebrummt bekam. Am Ende des Tages hatten sie das OG fertig.

Während der Baggerarbeiten begann ich mit meinem Vati die Regenleitungen und die dazugehörigen Regenwassereinlaufschächte zu verlegen. Dabei wurde ich aber immer wieder zur Klärung von Installationsdetails ins Haus gerufen, sodass wir hier eigentlich nicht wirklich weiter kamen. Trotzdem konnten wir Teile der West- und Nordseite verlegen. Daneben musste ich auch immer wieder die Aushubtiefe kontrollieren, denn der Erdkollektor muss mindestens 1,2 Meter unter dem späteren endgültigen Erdniveau liegen. Dabei musste ich feststellen, dass unser Baggerfahrer ein Wahnsinnsauge hat. Wir sind im Vorfeld einmal die entsprechenden Höhen, Niveaus und Abtragehöhen durchgegangen und bei den Kontrollmessungen haben sie auf Anhieb bis auf 5-10 cm fast immer gepaßt. Unglaublich, was man auf so einer Maschine für ein Gespür und Auge haben kann.
In Summe war ich an diesem Tag ziemlich hin- und hergerissen.

Birgit war das Mädchen für Alles. In erster Linie war sie für die Versorgung der Leute zuständig. Daneben half sie natürlich bei den Messarbeiten und übernahm alle sonst anfallenden Arbeiten.

Am späteren Nachmittag kam dann die Überraschung. Als wir mit dem Verlegen der Erdkollektoren begannen, erklärte mir der Installateur, dass wir nun die Leitungen  händisch mit Schaufel und Haue zurühren müssten. Der Grund wäre, so könne man vermeiden, dass eventuell ein Stein auf die Rohrleitungen drückt. Das bedeutet 7 mal 75 Meter händisch zu häufeln. 525 METER und das um 15 Uhr. Eine schöne Aufgabe bei sonnigem warmen Wetter. Zuerst begannen einmal mein Vati und Birgit damit. Ich half inzwischen noch dem Installateur beim Auslegen der Leitung. Später waren wir dann zu Dritt. Plötzlich wurde es über dem Schöckl ziemlich schwarz und ich bekam Sorge, dass wir nicht mehr fertig werden würden. Da alarmierte ich Robert, der noch in der Arbeit war. Er hatte Zeit und kam uns zu Hilfe. So waren wir mit seiner Hilfe schneller fertig als erwartet und das Gewitter hatte sich auch verzogen.

Vom Platzbedarf ging es sich gerade aus. Wir konnten sogar noch ein Plätzchen für die Weinlaube frei halten, denn von der südlichen Fläche benötigten wir nur die Hälfte.

Gegen 19:15 ließen der Streß und die Aufregung beim Abschlussbier nach, denn der 1. Tag verlief perfekt! Hoffentlich spielt das Wetter in den kommenden Tagen weiter so mit.

Danke an alle Helfer und Professionisten.

Viele Kleinarbeiten

Heute wurde zuerst einmal ein wenig ausgeschlafen. Es muss ja nicht jeder Baustellentag um 07:00 Uhr beginnen und um 00:00 enden. So starteten Birgit und ich um 10:00 Uhr. Zuerst wurde der letzte Lichtschacht montiert und anschließend widmete sich Birgit wieder einmal den XPS-Platten. Nachdem am Montag der Bagger und die Installateure starten, mussten zuvor noch alle XPS-Platten im Übergangsbereich von Erde zu sichtbarer Mauer und darüber mit Dübel im Ziegel zusätzlich verankert werden.

Ich führte inzwischen noch diverse Stemmarbeiten mit der großen Hilti des Installateurs durch. Weiters setzte ich ein Überlager einer Mauernische im Keller tiefer. Nachdem das Wetter für die kommende Woche besser vorhergesagt wurde und im Laufe der Woche ja die Drainage an den Revisionsschacht angeschlossen werden soll, glaubte ich, heute die Drainage ein letztes Mal zu säubern. Eine unheimlich blöde und gatschige Angelegenheit mit wenig Arbeitsraum. Einfach nur nervig und unnötig.

Lichtschachtaufsätze

Ein schier endloses Thema, diese Lichtschächte. Aber langsam kommen Birgit und ich  zu ihren letzten Arbeitsschritten. Nachdem die Aufsätze endlich geliefert wurden, wir haben schon mindestens 10 Tage darauf gewartet, konnten wir heute an das Montieren gehen. In der vergangenen Nacht gingen wieder schwere Unwetter nieder, die auch bei uns ihre Spuren hinterlassen haben. So war die nun verdichtete Baugrube teilweise mit Wasserlacken gefüllt und unsere Drainage war ebenfalls wieder einmal zugespült worden. Zum x-ten Mal! So wurde es an diesem Tag zu einer kleinen Schlammschlacht, aber wir konnten fast alle Aufsätze montieren. Dabei musste ich zum 1. Mal feststellen, dass unser Wohnziegel auch eine Schattenseite hat. Auf Grund seiner vielen Zwischenstege isoliert er zwar sehr gut, ist aber im gleichen Zug auch sehr porös, was wiederum beim Montieren von schwereren Dingen zum Nachteil wird. So mussten wir kurzfristig speziellen Mauerankerkleber besorgen, damit die Dübel und Schrauben der letzten Aufsätze im Mauerwerk auch wirklich halten.

Am Nachmittag kam auch bereits der Bagger für Montag. Das war gut, denn so konnte ich mit dem Baggerfahrer gleich den groben Arbeitsablauf der kommenden Woche besprechen. Dabei stellte sich heraus, dass er lieber selbst die Schächte versetzt und ich die Lieferung von Dienstag auf Montag umorganisieren muss. Außerdem stellte ich fest, dass ich da einen ziemlich guten Baggerfahrer erwischt haben dürfte, da er einen sehr kompetenten Eindruck vermittelte und all meine Bedenken schnell beschwichtigte. So nahm er mir mit einem Schlag die ganze Organisation des Schotters, der Wasserbausteine und das Versetzen der Schachtringe ab. Ein sehr beruhigendes Gefühl für das Wochenende.
Hier sieht man wieder einmal, dass man oft Glück im Unglück hat. Denn eigentlich hatte ich ja bereits vor einem Monat ein anderes Baggerunternehmen vorreserviert. In den letzten Tagen stellte sich aber heraus, dass wir auch eine Steinschlichtung haben wollen und dafür benötigt man einen erfahrenen und sehr guten Baggerfahrer. Beim ürsprünglichen Baggerunternehmer sollte ich aber plötzlich nicht den gewünschten Fahrer bekommen und außerdem war nicht sicher, ob er nun am Montag oder erst am Mittwoch kommen würde. Dabei war aber exakte Terminisierung wichtig, denn der Bagger muss zur gleichen Zeit wie die Installateure da sein, um beim Verlegen der Erdkollektoren für die Heizung nicht zusätzliche Kosten zu haben. So wurde mir die Sache zu bunt und ich sagte ihm einfach ab. Dank eines Fliegerkollegen konnte ich über die Firma Marko schnellen und wie oben beschrieben, vermutlich perfekten Ersatz besorgen.

Und wieder zog gegen Abend ein mächtiges Gewitter auf. Ich konnte die letzten Schrauben gerade noch bei leichtem Regen sowie bei Blitz und Donner im Rücken festziehen.

Hausanschlüsse

Heute war ein ganzer Arbeitstag geplant. Mein Vati und ich nahmen uns vor, die Zuleitungen von Post, Strom und Wasser zu graben. Es war zwar schon alles am Grundstück in einer Ecke vorhanden, aber bevor der große Bagger am kommenden Montag zum Einsatz kommt und uns den ganzen Vorplatz und das Carport macht, müssen all diese Leitungen noch ins Haus geführt werden. Eigentlich eine schöne Arbeit, denn so komme ich wieder einmal zum Baggern! Was für ein Spaß. Da werden Kindheitsträume wahr. :-) )

Nachdem diese Arbeit ohne größere Probleme erledigt werden konnte, kamen wir sogar noch zum Montieren des letzten Lichtschachtes auf der Ostseite. Einzig die Lieferung des Lagerhauses ließ uns im Stich. Wir bekamen trotz mehrfachen und lästigen Nachfragen einfach nicht den Wasserdruckschlauch geliefert. Aber wie so oft im Leben hatte auch dies seine positive Kehrseite. Als wir die Künette offen hatten und ich dadurch etwas genervt war, kontaktierte ich die “Wassermafia”. Zumindest weiß ich jetzt, warum unser Wasseranschluss sooooo teuer ist. Der Wasserverband kam binnen 4 Stunden, brachte den notwendigen Schlauch mit, legte den Wasseranschluss samt Wasseruhr in den Keller und wir konnten die Künette wieder zumachen. Ende gut, alles gut. Für die Telekom und den Strom wurde nur eine Leerverrohrung eingegraben. Außerdem haben wir auch noch die Heizungshauptleerverrohrung gelegt.

Nach 10,5 Stunden wurde noch schnell alles für das nächste nächtliche Gewitter vorbereitet und dann wurde die Baustelle geschlossen.

Zurück aus dem Urlaub und wieder fit für neue Schandtaten, bzw. vollgeladen mit neuer Energie, organisiere ich mir vom Hans den kleinen Bagger für die Zuleitungen und den Stampfer. Mit dem “Frosch”, wie er auch genannt wird, will ich die teilweise zugeschüttete Baugrube etwas verdichten, um die Setzungen etwas zu minimieren.
Wenn mir aber vorher jemand gesagt hätte, was das für ein Mörderjob ist, ich hätte die Setzungen in Kauf genommen. Es war der reinste Albtraum. Irgendwie hatte ich das Gefühl, der Frosch hüpft mit mir und nicht ich führe ihn dorthin, wo ich ihn haben wollte. Zumindest eine fand es dennoch lustig – Kathrin.
Neben einem enormen Muskelkater und einem verbrannten linken Oberschenkel, der Auspuff verpasst mir ein nettes Branding im Lochgitterdesign, gab es Gott sei Dank keine groben Verletzungen. Das Hauptproblem war das unebene Gelände und der Wechsel zwischen extrem weichen, wo er sich schnell selbst eingrub, und harten Untergrund.

Während ich meinen privaten Kleinkrieg führte, hat Birgit diverse XPS-Platten, die noch übrig waren bzw. gefehlt haben, gepickt. Klassische lästige Ergänzungsarbeit. Man sieht nicht viel, aber trotzdem geht viel Arbeitszeit drauf.

Unterm Strich war heute aber nur ein halber Tag Arbeit eingeplant. Den ersten Teil verbrachten wir bei unserer nomalen Arbeitsbeschäftigung.

Die stillen Helferlein!

So könnte es öfter laufen. Bauherr, Bauherrin und Bauzwerg sind auf Urlaub in Kärnten, bei Freunden, und zu Hause arbeitet der Papa auf der Baustelle.

Mein Vati hat über ein etwas verregnetes Wochenende hinweg, unter einem improvisierten Dach, Vordach gibt es beim Flachdach ja keines, das letzte Kellerfenster auf einem wackeligem Gerüst in der Baugrube gespachtelt, genetzt und verputzt. Riesen Dank! Ich hätte im Moment nicht die Nerven für diese Arbeit.

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